14. September 2014

ADAC Offroad Training für Anfänger

Geiler Scheiß – es gibt wohl kaum zwei Wörter, die das Offroad Training beim ADAC in Lüneburg besser beschreiben.

Es ist 07:00 Uhr. Viel zu früh, doch wir haben uns vor einigen Wochen überlegt: so ein Training, kurz bevor wir durchs straßentechnisch noch nicht ganz so entwickelte Westafrika fahren, ist eine nicht allzu schlechte Idee.

Also haben wir den Offroad Kurs gebucht. Für satte 165 Euro pro Person.

Lüneburg ist zum Glück “beinahe“ um die Ecke und allein schon das Autobahnfahren mit unserem neuen alten Dachzelt – ein von Ulli’s Patentante abgestaubtes, geiles, kackbraunes Zelt mit den Lettern “Autocamp” – was seit gestern auf dem Landy thront, ist schon irgendwie ein anderes Fahren. Leider haben wir bisher hinten im Wagen noch nichts weiter drin außer Staub und Rost. Der richtige und endgültige Ausbau wäre an dieser Stelle sicher besser gewesen, um sich auf den Schwerpunkt des Wagens schonmal einstellen zu können – aber hey, man kann nicht alles haben.

Bereits als wir bei der Zentrale in Lüneburg ankommen, sind wir begeistert. Auf dem Parkplatz steht – neben einigen SUVs – ein weiterer Land Rover Defender. Scheinbar etwas neuer und dadurch besser in Schuss als unserer – aber yeah – today we are cool and a gang.
Einziges Manko des “Mitstreiterlandys” – das Nummernschild entlarvt ihn als Pinneberger. Und mit Pinneberg haben wir ja bislang eher weniger gute Erfahrungen.

Die zwei Jungs, denen das gute Stück gehört, entpuppen sich jedoch als ein kleines Tageshighlight. Sebi und Hans-Christian haben sich das Auto als Hobby zugelegt und ihre Begeisterung und Vorfreude auf das, was sie und uns heute erwartet, ist ansteckend.

Auch der Rest vom Team des heutigen Tages ist eine echt bunte Mischung. Und damit sind nicht nur die verschiedenen Geländewagen (vom neuen Ford SUV, über Jeep, bis hin zu unseren Gebrüdern Landy ist alles vertreten) gemeint, sondern auch die Teilnehmer: Vom sympathischen Businessmann, der wissen will, was sein schicker neuer Wagen kann, über die witzige Pferdefrau, die rotzecool mit ihrem alten Ford einfach mal ins Gelände will, bis hin zum eher stillen und zurückhaltenden Jeep-Fahrer, der gerne über Wald und Wiesen fährt und den besseren Umgang mit seinem Auto dafür lernen will.

Gernot der Große

Trainer Gernot ist ebenfalls eine echte Type. Sympathisch, witzig, direkt und vor allem kompetent. Wir dürfen uns jeder vorstellen und unsere Wünsche an den heutigen Tag formulieren. Dann ein bisschen Theorie über die verschiedenen Differentialsperren in unseren Autos und schon geht’s mit Funkgerät in jedem Auto auf die Strecke.

Gernot fährt vor.

Auf dem Gelände angekommen, schaltet jeder von uns seine Differentialsperre ein. Im ersten Gang lernen wir, auf gerader Strecke ein Gefühl dafür zu bekommen – das Auto fährt wie auf Schienen, von ganz alleine. Dann nehmen wir die ersten Hügel in Angriff. Wichtig, so Gernot “Wenn ihr wartet, dass der vor euch in die Gänge kommt, dann OBEN auf der Kuppe.”

Generell gilt: Fuß von der Kupplung sobald wir uns für einen Gang entschieden haben, genug Gas geben in der Geraden und dann hoch die Kiste auf den Berg.

Liebling, unser Auto klappert

Eine leichte Übung, sobald das erste Gefühl für’s Differentialfahren da ist. Die Hügel sind klein und übersichtlich. Doch dann fängt unser Landy wie bescheuert an zu Klappern. Jedes mal wenn der Lenker rechts oder links im Anschlag ist, macht der Wagen Geräusche, als würde er gleich auseinander fallen. Gernot gefällt das gar nicht. Er läuft ein paar mal um unser Auto rum, guckt drunter, während wir um ihn herum fahren. Sein Urteil: “Klingt nicht gut, hab ich nie zuvor gehört sowas. Abbrechen und die Werkstatt anrufen, bevor Schlimmeres am Fahrzeug passiert.”

Ich fass es nicht. Hört die Elendsgeschichte Auto denn nie auf? Am liebsten möchte ich die Scheißkiste einfach nur noch in den nächsten Müll kloppen. Aus und vorbei. Weg mit dem Ding. Scheiß auf die Kohle. Einfach aus meinen Augen.

Die Werkstatt will am Telefon keine Ferndiagnose stellen. “Klingt nicht gut, kommt vorbei.”
Na toll. Ich kotze.

Dann kommt Hans-Christian angelaufen. Über Funk hat er mitgekriegt, dass wir ein Klapperproblem haben. “Unser Landy klingt genauso. Gleiches Geräusch wirklich. Macht Euch keinen Kopf. Das ist halt ein altes Auto. Aber ein nicht tot zu kriegender Dinosaurier. Fahrt einfach weiter.” Ich möchte ihn knuddeln für so viel Zuversicht. “Jaaaa ich will dir glauben”, schreit mein Bauch.

Doch Gernot ist anderer Meinung. “Euer Klappern klingt bei Weitem nicht so wie Ullis und Lenas. Das klingt gar nicht gut. Könnte was an den Gelenkköpfen sein. Brecht lieber ab.” Doch Tatsache, als Sebi und Hans-Christian mit dem Landy an uns vorbeifahren, bin ich überzeugt. Zwar viel leiser, aber das gleiche Geräusch ist auch bei ihnen zu hören.

Wir entscheiden uns erstmal weiter zu fahren, als ein ADAC Techniker angelaufen kommt. “Das ist völlig normal”, sagt er. “Ist ein Land Rover, der darf ruhig so klingen. Das hat nichts zu bedeuten”, urteilt er. Alles klar – ich bin überzeugt. Scheiß drauf, wir ziehen das jetzt durch. Das Klappern wird als normal akzeptiert.

Schräglage am Hang

Die nächsten Herausforderungen sind ein paar steilere und längere sowie uneinsichtigere Berge und Hügel. Vor allem das komplette Loslassen von Kupplung und Bremse während steilerer Abfahrten und das richtige Einschätzen der Steigung für den ausreichenden “Vorab-Schwung” sind eine tolle Übung.

Auch wenn ich kein Gas gebe, fährt unser Land Rover unermüdlich wie eine Lokomotive den Hügel hinauf. Langsam, aber voller Kraft. Bereits in der ersten halben Stunde Übungszeit überzeugt mich unser Auto restlos.

Auch wenn er alt ist, die Maschine bringt uns tatsächlich durch Afrika. Kein Zweifel! Wenn nötig im ersten Gang bei Tempo 3, dafür immer geradeaus. Sogar die Durchquerung der Weltmeere und sämtlicher Gebirgsketten traue ich ihm jetzt zu.

Dieser Eindruck intensiviert sich nur noch während des insgesamt 8-stündigen Trainings. Immer wieder stellt Gernot uns eine andere Aufgabe, immer wieder meistert unser Auto diese wie eine Eins.

Schräglage fahren auf einem 40 % Neigungshang. Ein absolut seltsames Gefühl: Schief in dem Auto am Hang zu hängen und im Schneckentempo an ihm entlang zu fahren. Der Verstand schreit: “Jede Sekunde kippen wir um.” Vor allem mit dem Dachzelt obendrauf. Der Bauch sagt: “Geiler Scheiss! Gernot hat gesagt das klappt, also klappt das!”

Maaan so einen Gernot müsste man bei so einer Afrika-Durchquerung dabei haben. Einen, den man immer rausholen kann, wenns strecken- und untergrundtechnisch brenzlig wird. Aber so ein ganzer Gernot passt einfach nirgendwo mehr rein. Und sicher hat er auch Besseres zu tun.

Falls es zu steil und schräg wird, heisst es, nicht dem Verstand zu folgen und den Berg weiter hoch zu lenken, sondern das Lenkrad rum zu reißen und aufs Gas zu tippen, damit wir den Hang halbwegs unbeschadet wieder runter kommen und nicht umkippen. Na dann..

Verwindungen im Wald

Wahnsinn auch auf was wir alles bei einer Fahrt durch ein Waldstück achten müssen. Über sowas habe ich mir vorher nie Gedanken gemacht.
Hier ein riesen Schlagloch, daneben gleich ein Baum. In Schräglage durch’s Loch fahren kann plötzlich bedeuten – “Auto-Pobacke” küsst Baum.

Auch wie wir die Differentialsperre wieder sicher rauskriegen, um das Lenken in schmalen Wegsabschnitten einfacher zu machen, ist ein guter Hinweis. Sollte die Sperre nicht gleich rausgehen, erklärt Gernot: “Rückwärtsfahren oder die Lenkstellung verändern.“

Für mich, die an zwei Händen abzählen kann, wie oft sie in ihrem Leben bereits Auto gefahren ist, ist jede Lektion furchtbar spannend und neu. Alles will ich sofort anwenden, ausprobieren.

Gefälle, Gefääääääääääälle

Richtig geil wird’s auf dem nächsten Hang. Oben angekommen sollen wir unter einem Turm durch fahren. Direkt dahinter geht’s wahnsinnig steil und schmal hinab. Dadurch ist, bevor das Auto sich auf die Senkung abneigt, nicht zu sehen, wie diese Anzufahren ist. Der Trick: Vorher Aussteigen, aus der Position des Fahrers gucken, wie das Fahrzeug am Besten auf dem Weg zu platzieren ist und eine Senkrechte in die Luft zeichnen. Den prägnantesten Punkt am Horizont merken und diesen Ansteuern, sobald es losgeht. Dann landen Mann/Frau und Auto automatisch auf der richtigen Spur.

Vor allem wieder wichtig – Fuß weg von der Kupplung. Gar nicht so leicht… Immer wieder schreit der Verstand bei dieser Schussfahrt: “Kupplung, Bremse und zwar sofort.”

Als wir an der Reihe sind, passen wir leider mit dem Dachzelt nicht unter dem Turm durch. Außen um den Turm rumfahren ist angesagt. Doch das ist eng. Rechts neben uns der steile Abgrund. Die Abfahrt nur durch volles Lenkradeinschlagen links (Quietsch), dann halten und das Gleiche wieder rechts zu erreichen. Aber Gernot lotst mich so sicher, dass ich einfach nur mache, was er sagt. Komplett ohne auch nur irgendwas zu hinterfragen oder die Situation anzuzweifeln.

Und geschafft. Der Wagen landet eine Punktlandung mit den Reifen auf dem Steilhang. Nachdem er über die Kuppe rüber ist, rollt er wie schienengeführt langsam und sicher den Berg hinunter.

Adrenalin und Freude tanzen Händchen haltend im Kreis in meinem Bauch herum.

Starkes Gefälle rückwärts fahren

Die nächste Übung ist hart: Den gleichen steilen Berg von unten anfahren, mitten drauf stehen bleiben und rückwärts wieder runter. Das soll das Liegenbleiben am Berg durch Situationen wie zu wenig Schwung beim Hochfahren simulieren. Denn im schlimmsten Fall reicht die Geschwindigkeit dann nicht aus und beim Gas geben drehen die Reifen durch, das Auto rutscht rückwärts den Hang runter und dreht sich dabei auf die Seite. Denn der schwerste Punkt ist bei den meisten Geländewagen vorne (der Motor). Die Folge so Gernot : ”Das Auto überschlägt sich.”

Gut zu vermeiden, indem auf Gernot gehört wird. Für unser Auto heisst das: Am Berg anhalten, sofort in den Rückwärtsgang schalten, dann Kupplung und Bremse gleichzeitig loslassen und auf Gott und Gernot vertrauen. Dabei bloss den Blick geradeaus weiter bergauf gerichtet. Denn wer in den Rückspiegel guckt oder sich umdreht, um zu sehen, wo er hinfährt, der kommt laut Gernot durch den veränderten Blickwinkel vom Weg ab. Also auch noch “blindes” Vertrauen. Oh weia.

Die lustige Pferdefrau tritt als Erste an. Doch irgendwas ist mit ihrem Ford nicht ok. Viel zu schnell rollt sie rückwärts den Hang wieder runter. Nach drei Übungsversuchen sich nach der Hälfte des Berges rückwärts wieder runter rollen zu lassen, soll sie das Auto den steilen Berg bis oben hinauffahren. Doch es passiert genau das, wofür diese Übung gut ist. Der Schwung reicht nicht aus. Kurz vor der Kuppe bleibt das Auto stehen. Beim Gas geben drehen die Reifen durch und Frau und Auto rutschen rückwärts. Erst langsam, dann immer schneller. Gernot beruhigt durch das Funkgerät und gibt ihr die zuvor geübten Anweisungen. Doch in der Panik tritt sie Kupplung und Bremse. “Fuß weg von der Kupplung!”, schreit Gernot durchs Funkgerät. Höre ich da ein Fünkchen Panik in seiner Stimme? Viel zu schnell rauscht sie mit ihrem Auto den Hang rückwärts runter. Bleibt aber auf der Spur und kommt heile unten an.

Gernot steht der Schreck ins Gesicht geschrieben und sie hat die Schnauze voll von hohen Bergen. “Das war das Schlimmste, was hätte passieren können, aber alles ist gut gegangen”, schnauft Gernot. Die beiden besprechen sich kurz. Irgendwas an ihrem Auto scheint nicht ok zu sein. Sie murmelt nur was wie “Gut, dass ich das hier im Gelände unter Betreuung herausgefunden habe und nicht mit Hänger und Pferd drin im Winter am Hang.”

Der Nächste ist dran. Maaan hab ich jetzt noch ne Lust… Doch die kommenden Fahrer haben keine Probleme. Alle Autos sind intakt. Gernots Schweißtropfen verschwunden.

Die richtige (Sitz-)Einstellung

Ich will alles richtig machen, nehme allen Mut zusammen und bleibe am Hang stehen. Doch so doll ich auch die Rückwärtsbremse trete, der Wagen rutscht und rutscht und ehe ich auch nur im Rückwärtsgang bin, sind wir schon wieder den Berg runter. Scheiße, was ist das denn. Gernot kommt gucken und stellt mir meinen Sitz neu ein. Noch nie musste ich im Verkehr so in die Eisen gehen und dadurch habe ich auch nie auf die Stellung der Rückenlehne achten müssen. Zum ersten Mal in meinem Leben begreife ich, wie wichtig es ist, gerade zu sitzen. Denn nur so kann ich die volle Kraft auf die Bremse auswirken, ohne dabei halb aufrecht im Sitz stehen zu müssen.

Der zweite Anlauf klappt viel besser. Nur brauche ich eine gefühlte Ewigkeit, um in den Rückwärtsgang zu schalten. Scheiß Schalten mit Links. Das muss schneller gehen! Das muss ich echt noch üben!!

Das dritte Mal läuft am Besten und auch auf den Berg bis ganz oben kommen wir locker. Als ich um den Turm auf der Kuppe rum manövrieren will, testen wir auch gleich noch die Fahrer-Beifahrer-Kommunikation in brenzligen Situationen. “Halt, nicht so schnell.”, grölt Ulli. “Da kommst du nicht rum!” “Still! Ich fahre, das passt”, schimpfe ich zurück. Und tatsächlich, heile drum rum gefahren. Das wird spannend, wenn wir unterwegs sind. Wir einigen uns darauf dem Fahrenden auch das Vertrauen zu schenken, die Situation richtig einschätzen zu können. Wer nicht weiter weiß, fragt von alleine. Mal sehen ob ich das einhalten kann 🙂

Die letzten Hindernisse sind eine Holzbrücke, eine Fahrt über Autoreifen und eine Wasserdurchquerung. Die ersten zwei machen wir mit Links.

Wie fahre ich durch tiefes Wasser?

Bei der Wasserfahrt ist Ulli skeptisch. Viel zu viele Löcher hat unser Wagen von unten. Und das auch im Batteriefach. Doch ich will das jetzt ausprobieren. Wenn es hier Probleme gibt, dann merken wir das wenigstens jetzt und nicht erst, wenn wir in Afrika in genau so einer Situation stecken.

“Im Normalfall geht ihr zuerst selbst durch das Wasser durch. Da wo der rechte Vorderreifen lang fährt watet ihr hin und da wo der linke lang fährt watet ihr zurück. Damit ihr wisst, was der Boden hergibt und wie tief das wird”, erklärt Gernot.

Ins Wasserloch Reinfahren sollen wir schräg, einen Vorderreifen nach dem anderen. Und dann mit gleichmäßig langsamen Tempo dadurch. Zu schnell zum steckenbleiben und zu langsam um eine Welle zu verursachen, die von hinten in den Auspuff rein schwappt.

Ich freu mich riesig, Abenteuer. Ulli steht am Rand des Wasserlochs und bemisst im Kopf noch einmal die Tiefe, deren Verhältnis zur Autohöhe, die Anzahl der Löcher im Unterboden und die Wahrscheinlichkeit eines Unglücks im Batteriefach. Alles geht gut. Hat der Ingenieur mal wieder prima berechnet. Der Landy rockt das Wasserloch mit Links – und trocken. Ulli ist erleichtert und springt freudig am Ufer auf und ab. Jetzt will er auch.

Beim Rausfahren noch einmal ordentlich Gas geben, sobald der Auspuff im Wasser abtaucht und Schwups stehen wir auch schon wieder auf der anderen Seite.

“Wenn starke Strömung von der Seite kommt,” so Gernot “einfach Türen auf. Dadurch nehmt ihr den Druck vom Auto, weil das Wasser durchlaufen kann.
Das Schlimmste was passieren kann ist, dass das Auto anfängt zu Schwimmen und die Strömung euch mitzieht, oder ihr am Ende einen Motorschaden habt, wenn Wasser eindringt.”

Puh. Na hoffentlich helfen all die Hinweise, wenn wir vor eben so einem Problem stehen. Aber alles in Allem – soooo gut, das wir das hier ausprobiert haben! Jetzt haben wir eine Ahnung davon, was unser Auto kann und eine Idee davon, was in Grenzsituationen zu tun ist!

Tipps und Tricks und Buchempfehlung

Am Ende des Tages kriegen wir noch tausend “Besser auf der Tour dabei haben – Tipps”, ein wenig Erklärung zum „schonenden Umgang mit Mensch und Material“ und diese Buchempfehlung: “Perfekt OFF ROAD Fahren” von Gerhard Buzek.

Ach Gernot, was wäre unser Trip nur ohne dich…